Schottenhamel
Spaten
Hier zapft der Oberbürgermeister am ersten Samstag das erste Fass an. Ältestes Wiesn-Zelt, beliebt bei jungen Münchnern.
Ein Platz am Biertisch
Ohne Sitzplatz kein Bier: Im Zelt wird nur am Tisch ausgeschenkt. Hier erfährst du, wie Reservierungen funktionieren, welches Zelt zu dir passt und wie du auch ohne Reservierung einen Platz findest.
Auf der Wiesn gibt es 14 große Festzelte und viele kleinere Zelte – zusammen weit über 100.000 Sitzplätze. Trotzdem sind die Zelte an Wochenenden und abends oft schon Stunden vor dem Ausschank voll. Wer sicher sitzen will, reserviert.
Reservierungen vergibt jedes Zelt selbst, es gibt keine zentrale Buchungsstelle. Die gute Nachricht: In jedem großen Zelt bleibt ein Teil der Plätze ohne Reservierung – mit der richtigen Taktik kommst du auch spontan an einen Tisch.
Reservierung
Die Nachfrage ist riesig – vor allem für Abende und Wochenenden. Unter der Woche mittags sind die Chancen deutlich besser.
Viele Zelte nehmen Anfragen schon Monate vor der Wiesn entgegen, oft ab Januar bis März. Entscheide dich für ein Zelt, einen Tag und eine Tageszeit (meist Mittag oder Abend) – und halte ein, zwei Alternativen bereit.
Reserviert wird über die offizielle Website des jeweiligen Zelts, teils auch per E-Mail. Eine Übersicht aller Festzelte mit ihren offiziellen Seiten findest du auf oktoberfest.de, der Website der Stadt München.
Nach der Zusage kaufst du Gutscheine für Bier und Essen – meist rund 2 Maß und ein halbes Hendl pro Person. Die Gutscheine werden im Zelt eingelöst, die Reservierung selbst kostet nichts extra.
Komm rechtzeitig mit Bestätigung und Gutscheinen. Wer zu spät kommt, riskiert, dass der Tisch an andere Gäste vergeben wird.
Die Zelte
Jedes Zelt hat seinen eigenen Charakter – und vergibt seine Reservierungen selbst.
Spaten
Hier zapft der Oberbürgermeister am ersten Samstag das erste Fass an. Ältestes Wiesn-Zelt, beliebt bei jungen Münchnern.
Hofbräu
Sehr international und ausgelassen. Einziges großes Zelt mit Stehbereich in der Mitte – ideal ohne Reservierung.
Hacker-Pschorr
Der „Himmel der Bayern“ mit bemalter Decke. Abends mit viel Partystimmung.
Augustiner
Traditionell und gemütlich, das Bier kommt aus dem Holzfass. Bei Münchnern und Familien sehr beliebt.
Löwenbräu
Erkennbar am großen Löwen am Turm, der regelmäßig „Löwenbräu“ brüllt. Gemischtes Publikum.
Paulaner
Eines der größten Zelte, mit dem markanten Turm samt Maßkrug. Zünftige Stimmung und Blasmusik.
Pschorr
Benannt nach Rosl Pschorr, der Tochter des einstigen Brauereibesitzers. Am ersten Wiesn-Sonntag findet hier die „Rosa Wiesn“ statt.
Spaten
Das jüngste große Zelt, rund ums Thema Pferde gestaltet. Elegant und etwas gesetzter.
Spaten
Spezialität: Ochsenfleisch vom Spieß. Traditionell, bodenständig und gemütlich.
Augustiner
Berühmt für Steckerlfisch vom Holzkohlegrill. Bier ebenfalls aus dem Holzfass.
Paulaner
Während der Wiesn wird hier ein Armbrust-Wettbewerb ausgetragen. Gemütliche, bayerische Atmosphäre.
Löwenbräu
Am Fuß der Bavaria gelegen, bekannt für Spanferkel. Etwas ruhiger und familiär.
Paulaner
Gehobene Küche und prominente Gäste. Hat länger geöffnet als die meisten Zelte – Reservierungen sind sehr begehrt.
Wein & Weißbier
Wein und Sekt statt Maß, dazu Weißbier. Ebenfalls länger geöffnet und bei Nachtschwärmern beliebt.
Ohne Reservierung
Unter der Woche bekommst du bis mittags fast immer einen Platz. Am Wochenende öffnen die Zelte um 9 Uhr – sei vorher da, denn oft sind sie schon am Vormittag voll.
Montag bis Donnerstag ist es deutlich entspannter als am Wochenende oder am Feiertag, besonders tagsüber.
In jedem großen Zelt ist ein Teil der Plätze nicht reservierbar, oft in der Mitte des Zelts. Dort gilt: Wer zuerst kommt, sitzt zuerst.
An reservierten Tischen steht die Uhrzeit. Bis dahin darfst du dort oft sitzen – danach musst du aufstehen. Am Nachmittag zwischen Mittags- und Abendreservierungen werden Tische frei.
Zu zweit oder zu viert findest du viel leichter Lücken an Tischen. Frag einfach: „Is do no frei?“ Große Gruppen teilen sich besser auf.
Fast jedes große Zelt hat einen Biergarten. Bei gutem Wetter ist das die einfachste Alternative – mit gleichem Bier und Essen.
Die kleinen Zelte und die Zelte der Oide Wiesn sind oft weniger überlaufen und haben ihren eigenen Charme.
Volle Zelte schließen ihre Türen. Auf der offiziellen Website und in der Wiesn-App siehst du teils, welche Zelte gerade geschlossen sind.
Vorsicht
Weiterverkaufte Reservierungen werden oft zu Wucherpreisen angeboten. Die Zelte verbieten den Weiterverkauf und können solche Reservierungen ungültig machen.
Reserviere nur über die offizielle Website des Zelts. Seiten, die „garantierte Plätze“ gegen Vorkasse versprechen, sind häufig unseriös.
Wer keinen Platz hat, darf nicht im Gang stehen bleiben – die Ordner bitten dich dann hinaus. Bier gibt es ohnehin nur am Tisch.
Jacken auf leeren Plätzen sind keine Reservierung. Halte keine Plätze stundenlang für Freunde frei, die noch nicht da sind.
Häufige Fragen
Direkt beim jeweiligen Festzelt, meist über ein Formular auf dessen offizieller Website. Eine zentrale Buchungsstelle gibt es nicht. Die Reservierung ist kostenlos, du kaufst aber Verzehrgutscheine, meist rund 2 Maß und ein halbes Hendl pro Person.
Ja. In jedem großen Zelt bleibt ein Teil der Plätze ohne Reservierung. Unter der Woche bis mittags klappt es fast immer, am Wochenende solltest du vor der Öffnung um 9 Uhr da sein.
So früh wie möglich – viele Zelte nehmen Anfragen schon ab Jahresbeginn an. Abende und Wochenenden sind schnell vergeben, mittags unter der Woche hast du die besten Chancen.
In der Regel nicht: Bier wird nur am Sitzplatz ausgeschenkt. Eine Ausnahme ist der Stehbereich in der Mitte des Hofbräu-Festzelts.
Reiseplanung
Die Wiesn ist der Höhepunkt – aber München und Bayern haben noch viel mehr zu bieten. Alles zu Anreise, Unterwegssein und Ausflügen.
Unterkunft
Während der Wiesn ist München die teuerste Stadt Deutschlands zum Übernachten. Mit der richtigen Kategorie und frühem Buchen findest du trotzdem dein Zimmer.
ca. 40–130 € pro Person/Nacht
Zeltcamps, Campingplätze, Hostel-Schlafsäle und einfache Zimmer im Umland – ideal für Backpacker, Gruppen und alle, die vor allem zum Feiern kommen.
ca. 150–350 € pro Zimmer/Nacht
Privatzimmer, Pensionen und Mittelklasse-Hotels – mit eigenem Bad, ruhiger Nacht und guter Verbindung zur Theresienwiese.
ab ca. 350 € pro Zimmer/Nacht
4- und 5-Sterne-Hotels und Design-Apartments in Laufnähe zur Wiesn oder in der Altstadt – mit Concierge, Spa und Frühstück bis mittags.
Richtwerte für die Wiesn-Zeit, ohne Gewähr. Freitage und Samstage sind am teuersten, Montag bis Mittwoch oft deutlich günstiger. Wer 9–12 Monate vorher bucht, hat die beste Auswahl.